Hypnose weckt bei vielen Menschen gemischte Gefühle. Neugier, weil sie etwas bewegen kann. Unsicherheit, weil man Bilder aus Film und Fernsehen im Kopf hat. Hier erkläre ich, was in einer therapeutischen Hypnose in meiner Praxis tatsächlich geschieht.

Trance ist kein Schlaf
Die therapeutische Hypnose nutzt einen besonderen Zustand der Aufmerksamkeit, die Trance. In der Trance schlafen Sie nicht und verlieren nicht die Kontrolle. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich nach innen. Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und innere Bilder können leichter wahrgenommen und miteinander in Verbindung gebracht werden.
Sie bleiben jederzeit ansprechbar. Ihr Verstand muss nicht verschwinden. Er darf seinen Platz behalten und gleichzeitig Raum für andere Formen des Erkennens lassen.
Therapeutische Hypnose ist keine Bühnenshow
Bei der Showhypnose geht es um Effekte für ein Publikum. In der therapeutischen Hypnose geht es um Sie und Ihr Anliegen. Niemand bringt Sie dazu, etwas zu tun, das Sie nicht möchten. Sie gestalten den Prozess aktiv mit.
Wie eine Hypnosesitzung bei mir entsteht
Am Anfang steht immer ein ausführliches Gespräch. Ich möchte verstehen, was Sie zu mir führt und was Sie sich wünschen. Erst dann arbeiten wir mit Trance. Ich nutze keine vorgefertigten Texte und keine starren Abläufe. Jede Sitzung entwickelt sich aus dem, was Sie mitbringen: aus Ihren Gedanken, Gefühlen, inneren Bildern und Ihrer Geschichte.
Meine Arbeit ist geprägt von der hypnosystemischen Haltung nach Dr. Gunther Schmidt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Ihnen helfen kann, wieder in Kontakt mit Ihrer eigenen Kraft zu kommen.
Wofür ich Hypnose einsetze
In meiner Praxis arbeite ich mit systemischer Hypnosetherapie vor allem bei Angst, Panik und Prüfungsangst, bei Erschöpfung und Stress sowie in der Trauerbegleitung. Ob Hypnose für Ihr Anliegen passt, besprechen wir im ersten Gespräch.
Wann Hypnose nicht das Richtige ist
Hypnose ist kein Ersatz für eine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder im Notfall an die 112. Wenn ich den Eindruck habe, dass Sie an anderer Stelle besser aufgehoben sind, sage ich Ihnen das offen.
Woher die moderne Hypnosetherapie kommt
Die moderne therapeutische Hypnose ist eng mit dem amerikanischen Psychiater Milton H. Erickson verbunden. Er arbeitete nicht mit festen Formeln, sondern stimmte seine Sprache auf den einzelnen Menschen ab. Dr. Gunther Schmidt hat daraus gemeinsam mit systemischen Ansätzen den hypnosystemischen Ansatz entwickelt. In meiner Fortbildung für Kolleginnen und Kollegen lehre ich Induktionen nach Milton Erickson.
Wie sich Trance anfühlen kann
Trance kann sich sehr unterschiedlich anfühlen, ruhig und entspannt oder auch besonders wach und klar. Beides ist in Ordnung. Wie tief eine Trance wird, ist für die Arbeit nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Sie sich sicher fühlen.
Wie viele Sitzungen?
Das lässt sich vorab nicht seriös sagen. Es hängt von Ihrem Anliegen ab und davon, was sich im Verlauf zeigt. Nach dem ersten Gespräch sage ich Ihnen, wie ich mir das Vorgehen vorstelle, und wir überprüfen gemeinsam, ob der Weg für Sie stimmt.
Hypnose bei Prüfungsangst und in der Trauer
Bei Prüfungsangst begleite ich seit vielen Jahren Studentinnen und Studenten ebenso wie Menschen in Ausbildung und Beruf. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite Prüfungsangst in Marburg. In der Trauerbegleitung kann Hypnose ein Zugang sein, um Erinnerungen und inneren Bildern einen guten Platz zu geben. Ob das für Sie passt, entscheiden wir gemeinsam.

